Hermetrik: Interview mit den Indie-Rockern aus Münster

Hermetrik, Band, Münster

Ihr steht auf Bands wie Editors, The Killers, The Cure, Joy Division, Future Islands, Interpol, Franz Ferdinand, Maximo Park oder Bloc Party? Dann haben wir hier einen freshen Act für euch – und zwar direkt aus Münster. Hermetrik heißen die Jungs, die euch mit ihrem elektronischen Indie-Post-Punk-Sound das Tanzbein schwingen lassen. Wir haben mit Hermetrik über ihre Musik, Münster und die Highlights ihrer bisherigen Musik-Karriere gesprochen.

Hermetrik im Interview

Hey, ihr Lieben, könnt ihr euch kurz vorstellen?

Wir sind Hermetrik, eine Indie-Elektronik/Post-Punk Band aus Münster und Hamburg. Wir sind Kai Hülsmann (Gesang), Habbo Lüdeling (Gitarre und Keys), Thorsten Bierbaum (Bass und Synthesizer) und Ingmar Allhoff (Drums). Zu dritt (Bass, Gitarre und Drums) spielen wir schon seit über 10 Jahren zusammen, haben jedoch den Missing Link, unseren Sänger Kai, erst 2015 gefunden. Seitdem starten wir als Hermetrik durch. Zunächst haben wir zwei EPs aufgenommen und veröffentlicht. 2016 erschien LIGHTS und 2018 die EP-EASY.

Wie seid ihr zur Musik gekommen und wann stand für euch fest, dass ihr sie zu eurem Beruf machen möchtet?

Zur Musik sind wir alle auf unterschiedlichen Wegen gekommen. Unser Bassist Thorsten kam mehr aus der Alternative- und Punk-Ecke, wobei er, wie Habbo eine klassische Gitarrenausbildung mit Noten und allem drum und dran hatte. Im Studium sind wir dann auf Ingmar unseren Drummer gestoßen, der sich sein Handwerk – ganz gegenteilig – größtenteils als Autodidakt angeeignet hat. Kai hatte schon in mehreren Bands gesungen bevor er zu uns stieß.

Musik haben wir eigentlich noch gar nicht zu unserem Beruf gemacht. Wir spielen zwar viel und es läuft auch super, jedoch haben wir alle Jobs und Berufe und machen die Musik eher nebenbei. Wobei es viel viel mehr geworden ist als ein Hobby! Das ist schon manchmal ganz schön anstrengend, wobei hier die Betonung auf dem Wort „schön“ liegt, weil wir das ganze mit sehr viel Herzblut betreiben!

Wie kam es zur Bandgründung in Münster?

Wie bereits gesagt, haben wir zu dritt schon in anderen Bands mit verschiedenen Sängern zusammen gespielt. Dann haben wir kurzzeitig versucht, das Projekt zu dritt in ein Indie-Elektro-Instrumentalprojekt zu verwandeln, was jedoch nicht gut geklappt hat.

Kurz bevor wir dann das Ganze an den Nagel hängen wollten, haben wir doch über eine Anzeige in der „Nadann“ und Münster Bandnetz einen Sänger gesucht und siehe da, Kai hat sich gemeldet und es klappte von Anfang an extrem gut! Das war tatsächlich der richtige Anruf in letzter Sekunde! So entstand dann Hermetrik.

An welche Highlights erinnert ihr euch seitdem am liebsten?

Da gibt es verschiedene: Innerhalb der Band ist uns allen eine Probe extrem im Kopf geblieben. Thorsten fährt meist freitags aus Hamburg runter nach Münster zur Probe und es gab einen stundenlangen Stau auf der A1. Wir drei anderen haben uns dann die Zeit im Proberaum mit Musik machen und Bier etwas „versüßt“, sodass wir vollkommen betrunken waren als Thorsten ankam. Er meinte wir hätten gerade „ernsthaft“ daran gearbeitet „Disco, Pogo Dingelingeling…“ von den Atzen zu singen.

Live haben wir zwei absolute Highlights. Zum Einen haben wir das Festival „Festivalkult – Porta Westfalica“ als Headliner am Samstagabend auf der Secondstage um 0:00 Uhr vor einem riesen Publikum spielen dürfen und zum Anderen haben wir gerade im August auf dem „Big Day Out“ mit Größen wie „ Absolute Beginner“, „Fettes Brot“, „Von Wegen Lisbeth“, „Bullet for my Valentine“ und „The Subways“ zusammen gespielt.

Was inspiriert euch beim Schreiben der Songs?

Puh! Da gibts viel! Also meist kommt einer von uns mit einer Idee in den Proberaum und dann machen wir etwas ganz anderes draus. Inspirationen kommen überall her. Unser Sänger hat z.B. gerade eine etwas schwierigere Lebensphase durchgemacht. Diese Selbsterfahrungen tauchen auch immer mal wieder in seinen Texten auf, wie z.B. im Song „Trouble“.

Aber ebenso werden ganz viele tolle Erlebnisse von uns verarbeitet, wie beim Song „Lights Flashing“ oder „Easy“. Musikalisch sind wir von ganz vielen unterschiedlichen Zeiten und Genres beeinflusst. Wir alle hören alles Mögliche und der gemeinsame Nenner, auf den wir immer wieder zurück kommen, ist Indie-Rock in allen unterschiedlichen Facetten.

Wie sieht bei euch ein typischer Tag aus?

Als Band haben wir meist Probe-, Konzertwochenenden oder Tourwochen. An den „normalen“ Tagen sieht es meist so aus, dass wir uns zu dritt im Proberaum treffen und aufbauen, während unser Bassist Thorsten im Auto sitzt und aus Hamburg kommt. Dabei trinken wir schon ein paar Bier und fangen mit  dem Austausch von Ideen an.

Wenn Thorsten dazu kommt, geht es aber erst so richtig mit der Kreativität los und wir spielen solange bis der Strom im alten Güterbahnhof ausgeht. Samstags treffen wir uns dann meist zwischen 10:00 oder 11:00 Uhr wieder und fangen richtig an, an den am Freitagabend aufgenommenen Ideen zu arbeiten. Das klingt so hart, macht aber genauso viel Spaß, wie das Jammen. Im Schnitt haben wir dann pro Wochenende ein bis zwei Songs geschafft.

Ihr wohnt nicht alle Münster. Was macht ihr als Erstes, wenn sich alle Bandmitglieder zur Probe eingefunden haben?

Mit einem Bier auf ein schönes Wochenende und eine gute Zeit anstoßen!

Wenn ihr mal nicht probt, wie sieht ein perfekter Tag in Münster für euch aus?

Also die meisten „perfekten“ Tage sind Samstage. Wenn das Wetter gut ist, ist es super, zu späterer Vormittagsstunde auf dem Markt zu gehen und dort Pommes zu essen und Kaffee zu trinken. Dann wieder nach Hause gehen und sich etwas auszuruhen oder eine Runde im Kanal im Sommer schwimmen zu gehen. Abends kann man sich dann super beim Hansaring, irgendwo zwischen Babel und Watusi Bar, mit Leuten treffen und feiern

Habt ihr noch einen Münster-Geheimtipp für unsere Leser?

Natürlich Hermetrik! Und die Trafostation. Wir entdecken dort immer mehr Angebote, wie z.B. Konzerte, aber auch Yoga-Kurse. Dadurch, dass man die Station auch privat mieten kann ist dort ein total unterschiedliches Angebot mit ständigen neuen Überraschungen.

Foto: Susanne Lüdeling

Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbungen. Fotos und Einbettungen wurden mit Zustimmung des Urhebers veröffentlicht.

Tags: Band, Bands, Bühne, Hermetrik, Live Musik, Münster, Müntsterland, Musik

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